Jahresbericht Bodensektion 2018

 

 

Bereits ist es wieder soweit und wir können auf ein abwechslungsreiches und spannendes Turnjahr zurückschauen. Dieses Jahr hiess es wieder einmal, eine ganz neue Choreographie einzustudieren. Dies bedeutet zwar immer auch viel Arbeit für das Leiterteam und Geduld für die Turnerinnen und Turner, doch es macht auch Spass, wieder mal neue Elemente und Kombinationen auszuprobieren und vor allem im Training mal wieder eine neue Musik zu hören! JDeshalb legten wir also schon im Januar voller Elan los, damit wir genügend Zeit hatten bis zu den Wettkämpfen. So konnten wir in den Trainings jeweils die Hälfte der Zeit nutzen, an unseren Elementen zu feilen, und in der zweiten Hälfte kamen wir mit der Choreo gut voran. Es war schön zu sehen, wie geübt viele Turner inzwischen sind, wenn es darum geht, sich ihre Wege und Einsätze zu merken, sodass vieles jeweils gleich auf Anhieb klappte. Die Routine der „älteren“ Turner war umso wichtiger, weil wir nach einem Eingewöhnungsjahr nun auch unser neues Jungs-Trüppli in die Choreographie miteinbauen wollten. Es freute mich sehr, dass wir unseren Jungs-Anteil mit Marc, Joel, Roger, Silvan und Pascal nun doch drastisch erhöhen und deshalb auch einige neue Hebefiguren miteinbauen konnten.

Neben dem wöchentlichen Training stand auch dieses Jahr wieder als Erstes das Trainingsweekend auf dem Programm. Zu unserer Freude hielten wir es dieses Mal in Egg ab, wo wir von der Bodensektion mit unserem eigenen Material natürlich hervorragende Bedingungen hatten, die Choreo noch fertig einzustudieren und diese anschliessend noch weiter zu perfektionieren. Da wir in diesem Jahr auf eine turnerische (anscheinend liessen sich unsere Jungen das gute Fest nicht entgehen…) Teilnahme am Fiirabig-Cup in Fehraltorf verzichteten, hatten wir am einmalig stattfindenden Staibock-Cup zum ersten Mal die Gelegenheit, unser Können zu zeigen. Michelle und ich waren sehr gespannt darauf, wie unsere Choreographie bei den Kampfrichtern ankommen würde. Umso erfreuter waren wir alle, dass wir mit der Note von 9.23 doch einen ziemlich erfolgreichen Saisonstart hinlegten. Jetzt hiess es, diesen Schwung zu behalten, damit uns am darauffolgenden Wochenende an den GLZ Regionalmeisterschaften wieder ein guter Wettkampf gelang. Leider erreichten wir aber mit der Note von 9.18 und dem 4. Rang unser Ziel vom Podest nicht. Nichtsdestotrotz war es aber ein fantastischer Wettkampf mit guter Stimmung, sodass einem das Turnen richtig Spass machte. Zudem bekamen wir von einigen Leuten noch Inputs zur Choreo, die wir in den anschliessenden Trainings natürlich gleich noch einbauen wollten. 

Mit einer noch etwas optimierten Choreo reisten wir ans erste Turnfest in diesem Jahr, ins Seetal. Dort mussten wir unglücklicherweise direkt nach Rüti antreten. Ob es nun an unserer etwas eingeschüchterten Moral lag oder ob wir oder die Kampfrichtiger einfach einen schlechten Tag einzogen, mit einer Note von 8.89 war dies ein Resultat zum Vergessen. Lieber schauten wir vorwärts auf das nächste Turnfest in Romanshorn. Bei strahlendem Sonnenschein und umkreist von den 1000m-Läufern erturnten wir uns hier die Note 9.18, zwar wieder etwas besser, doch für Turnfestverhältnisse nach unserem Geschmack immer noch etwas zu tief. Wir mussten uns aber auch eingestehen, dass wir uns wieder vermehrt auf unsere Einzelausführung achten müssen.

Mit diesem Vorsatz ging es in die wohlverdiente Sommerpause. Pause wäre ja schön und gut, wenn nicht jedes Jahr bereits eine Woche nach den Sommerferien mit dem Team Masters unser Heimwettkampf anstehen würde. Da wir uns infolge Lehranfang schon wieder von zwei von unseren Jungs, Silvan und Marc, „verabschieden“ mussten, hiess das beinahe, dass wir auch noch die ganze Choreo umstellen mussten. Da waren wir unendlich froh, dass sich unser Feriengast Ju dazu bereit erklärte, fürs Team Masters und die Schweizer Meisterschaften einzuspringen. Ein grosses Dankeschön dafür! So konnten wir uns trotz Ferienabwesenheiten doch seriös auf den zweiten Saisonteil vorbereiten und freuten uns, unser Heimpublikum mit unserer Show zu begeistern. Dem Applaus nach gelang uns dies und wir durften mit einer Note von 9.06 auch seit Langem wieder mal eine Note von höher als 9.00 am Team Masters feiern. Eine optimale Vorbereitung also für die Schweizer Meisterschaften in Burgdorf. Dort hatten wir aber leider ein etwas böses Erwachen. Mit einer Note von 8.47 mussten wir in allen Bereichen – Programm, Synchronität und Einzelausführung – einige Abzüge hinnehmen. Obwohl wir mit unserer Leistung eigentlich zufrieden waren, konnten wir uns mit diesem Resultat natürlich ganz und gar nicht anfreunden. Aber wie heisst es so schön, es ist nicht schlimm, wenn man hinfällt, aber es ist wichtig, wieder aufzustehen. Und das werden wir auf die nächste Wettkampfsaison hin sicherlich tun!

Die Wettkampfsaison war nun zwar vorbei, das Jahr aber noch lange nicht, stand diesmal doch wieder unser Chränzli an. Zum Hauptthema Musicals studierte Michelle mit den Turnern zur Musik von Thriller eine tolle Zombie-Aufführung ein. Ein grosser Dank dafür nochmals an Michelle aber auch den Turnern, die sich ausführlich mit den blutverschmierten Shirts beschäftigt haben! Ich hatte unglaublich Spass mit einer solch motivierten Truppe, die Bühne während und nach der Aufführung zu rocken! 

Nach dem Chränzli stand dann aber auch gleich die nächste Aufgabe an. Wir wurden nämlich vom Turnverein Wangen-Brüttisellen angefragt, ob wir nicht an ihrem Chränzli einen Gastauftritt machen möchten. So etwas wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, nur war etwas ungeschickt, dass bei ihnen das Thema Michael Jackson resp. Thriller schon besetzt war. Also hiess es, direkt wieder eine neue Chränzli-Nummer einzustudieren. Wer also am 25./26. Januar 2019 noch nichts vorhat, kann sich gerne von unserer James-Bond-Nummer begeistern lassen! J

„Eis Kilo Banane – 1.20!“ oder auf ein erfolgreiches eidgenössisches Jahr 2019!

Nicole Inauen, Dezember 2018